Logo

Pflegeeinsatz im Homberg, 10. November 2018

Beitrag von Urs Kyburz, Reinach

Website Kyburz

Nachdem wir das letzte mal die Feuchtgebiete gepflegt hatten, waren heute die Trockenwiesen am Homberg dran. Dort pflegt der NVR jeweils die Magerwiesen, damit sie nicht verbuschen. Dank Vorarbeit durch den Präsidenten, der zuvor schon die Wiese gemäht hatte, waren wir schnell fertig und konnten dadurch die Fernsicht in die Alpen ausgiebiger geniessen.

Wir setzen unsere Arbeit weiter unten auf einer Weide mit Apfelbäumen fort. Diese muss regelmässig von Brombeeren befreit werden, sonst überwuchern diese alles. Auch hier rechten wir das Schnittgut zusammen und legten es auf Haufen. Was mich nachdenklich stimmte, waren die Äpfel und Birnen, die tonnenweise herumlagen und für die sich niemand zu interessieren scheint. Vor hundert Jahren wäre kein Apfel liegen geblieben, heute trinken wir lieber Cola, Energydrinks und Mineralwasser aus fernen Ländern als Süssmost.

Auch hier waren wir schnell fertig, so dass uns nur noch eins blieb: Das Zvieri*. Es gab ein Waldfest (das ist ein Stück Brot mit Servelat) und – klar – ein Most dazu. Wenigstens wir erfreuten uns an den Früchten, halt in flüssiger Form.

*Für Nicht-Schweizer: Vesper, Zwischenmahlzeit, Imbiss am Nachmittag ...

grosse Bilder siehe «Webgalerie»


Weiherpflegeeinsatz am Samstag, 20. September 2018 im Sonnenberg

Beitrag von Urs Kyburz, Reinach

https://idnu.ch/wordpress/und-nochmals-ein-pflegeeinsatz/

Das ganze Jahr sind wir in der Natur unterwegs, erfreuen uns an ihr und sind immer fasziniert. Da ist es nur recht und billig, dass wir auch mal etwas zurückgeben. Deshalb haben wir uns zum Pflegeeinsatz beim örtlichen Naturschutzverein gemeldet.

Fast pünktlich trafen wir um Viertel nach acht an jenem Samstagmorgen beim Sonnenbergweiher ein. Die Arbeit war schnell verteilt, das gemähte Gras musste auf Haufen geschichtet werden, welches vom Präsidenten während der Woche geschnitten wurde. Mit Eifer machte sich die Gruppe ans Werk. Silvan und ich bereiteten das Fundament mit Ästen vor, damit sich auch grössere Tiere darunter verstecken können. Anschliessend wurde es mit dem Gras zugedeckt. Schon bald rief der Präsident zur Pause, in der eifrig diskutiert wurde, wie man wohl am besten den Weiher ausbaggern könnte, der allmählich zu verlanden droht (wer vom Fach ist und einen guten Vorschlag hat, kann sich gerne melden).

Die Natur ist einfach faszinierend. Sie kennt keinen Abfall, im Gegensatz zu uns. Was gedeiht, zerfällt irgendwann wieder, wird zersetzt. Es ist ein ewiger Kreislauf, der aber durch den Menschen empfindlich gestört und immer mehr zerstört wird. Ein Problem, das wir auch hier spüren, sind die Neophyten, hier im speziellen das Drüsige Springkraut. Es verdrängt alle anderen lichtliebenden Pflanzen und ist eine wahre Plage. Wir legten es zuunterst hin und deckten es mit dem übrigen Gras zu, damit es weniger gut keimen kann. Bald war die Arbeit hier getan, wir wechselten zum Möösli oder auch Geisterweiher genannt, einem sumpfigen Gebiet mitten im Wald, nicht einsehbar von der Strasse her. Sumpfig war aber relativ, die lange Trockenheit forderte auch hier ihren Tribut. Kein Wasser war mehr in den Gräben und Tümpeln.

Zeit fürs Mittagessen, das uns im Dorf unten offeriert wurde. Nach dieser Stärkung machten wir weiter, ich fasste eine Sense, um das Gras zu mähen. Ich machte drei Schwünge und zack: Die Schneide brach an der Stelle, an der sie schon mal gelötet wurde. Ich fasste eine andere Sense, wir machten zu zweit weiter, während die anderen das Gras stapelten wie beim Weiher, unten Äste, darauf das Gras. Wir kamen schnell vorwärts, so dass wir schon bald fertig waren und uns eine verdiente Verpflegung gönnen durften.

grosse Bilder siehe «Webgalerie»